Nochmal: X+2-Demo bei Räumungen!

Noch einmal die Ankündigung: Sollten tatsächlich beide Häuser geräumt werden, rufen wir zu einer X+2 Demo 2 Tage nach der Räumung des zweiten Hauses auf! Treffpunkt: Opernplatz, 19 Uhr!

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Update 04:37 – Erhöhte Polizeipräsenz @Hohenstaufenstraße

Nachdem sich in den letzten Stunden die Situation bei unseren Freund_innen von unloesbareaufgaben.wordpress.com verschärft hat, haben jetzt auch wir erstmals ein erhöhtes Polizeiaufgebot im Umkreis des Hauses. Wir brauchen dringend Unterstützung!

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Impressionen der IvI-Auferstehung

Kleine Bildergalerie aus der Hohenstaufenstraße…es lohnt sich natürlich immer noch, vorbeizukommen!

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Pressekontakt

Hier noch einmal der Pressekontakt: 0152 / 175 49 803

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Klarstellung zum vermeintlichen „Verhandlungsangebot“ an die Besetzer_innen in der Hohenstauffenstraße

Entgegen der Darstellung in einem Artikel von hr-online.de gab es kein Gesprächsangebot des Immobilienunternehmens Ca Immo gegenüber den Besetzer_innen des Gebäudes in der Hohenstauffenstraße. Tatsächlich stellte sich im Laufe des Abends eine Person als Vertreter der Firma vor; allerdings teilte er nur mit, dass er die Besetzung nicht dulden werde und das Gebäude durch die Polizei räumen lasse, sollte das Gebäude nicht freiwillig verlassen werden. Zu keiner Zeit zeigte er sich in irgendeiner Form verhandlungsbereit. Dies zeigt auch die Tatsache, dass das Unternehmen laut dem selben Artikel bereits Strafantrag gestellt hat.

Für uns bleibt klar: Wir wollen das Gebäude bis zu einem eventuellen Abriss nutzen, um einen Raum für Theorie, Praxis und Party zu schaffen. Wir stehen für Gespräche bereit.

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Kritisches Denken braucht und nimmt sich Zeit und Raum! Ein Jahr ohne IvI ist genug!

 

Fast ein Jahr nachdem das Institut im Kettenhofweg von der Polizei geräumt wurde, wurden heute, am 20. April 2014, mehrere neue Institute für vergleichende Irrelevanz eröffnet.

Im ganzen Frankfurter Stadtgebiet stehen unzählige Gebäude leer, die meisten seit Jahren. Aus diesem Grund konnten im letzten Jahr bereits mehrere Besetzungen stattfinden und auch jetzt konnten gleich mehrere IvIs zeitgleich eröffnet werden. Mit den Besetzungen soll nicht nur auf die Problematik der Leerstände hingewiesen werden, auch das Fehlen unkommerzieller Orte und die Stadtentwicklung Frankfurts im Allgemeinen werden von den Besetzer*innen angegriffen.

Vom Dezember 2003 bis April 2013 hatte das Institut für vergleichende Irrelevanz seinen Sitz in dem ehemaligen Institut für Anglistik der Goethe-Universität im Kettenhofweg. In den 9 Jahren seines Bestehens konnte das Institut zahlreiche politische Bildungsveranstaltungen, Kongresse, Konzerte, Ausstellungen und Parties veranstalten. Dabei war den Aktivist*innen stets wichtig, einen Ort zu erschaffen, der es möglich macht sich den Zwängen des Alltags zu entziehen und über Utopien nachzudenken. Unter dem Motto Theorie*Praxis*Party haben unterschiedlichste Aktivist*innen im IvI gemeinsam gearbeitet und experimentiert.

Obwohl die Besetzer*innen im letzten Jahr keinen gemeinsamen Ort mehr hatten, war das IvI immer noch präsent z.B. mit der Gegenuni, die an verschiedenen Orten der Stadt stattfand, mit einem Aktionstag mit Vorträgen und einem Rave durch die Innenstadt im letzten Sommer, Partys im öffentlichen Raum, der Kundgebungsreihe gegen rassistische Ausgrenzung in der Stadt u.v.m.

Um die Notwendigkeit eines offenen, selbstverwalteten Hauses, indem Theorie, Praxis und Party ihren gemeinsamen Raum finden, zu verdeutlichen haben die Aktivist*innen zum Jahresjubiläum der Räumung gleich mehrere neue Institute eröffnet.

„Wir haben versucht mit der Stadt über ein neues Objekt zu verhandeln und sind immer nur hingehalten worden“ teilt IvI Aktivistin Sarah Schneider mit. „Die Zeit der Verhandlungen ist für uns jetzt beendet. Wir nehmen uns die Räume, die wir brauchen. Das Jahr ohne IvI hat uns allen verdeutlicht, wie sehr wir einen Raum benötigen, der uns ermöglicht gemeinsam kritische Gesellschaftstheorie zu bearbeiten, politische Praxis zu entwickeln und verschiedenste kulturelle Veranstaltungen anzubieten, die keiner kommerziellen Logik folgen müssen.“

Es geht den Aktivist*innen nicht nur um die Schaffung eines einzelnen Raums, sie wollen auch einen praktischen Beitrag zur kritischen Auseinandersetzung mit der aktuellen Stadtentwicklung Frankfurts leisten.

Sie kritisieren, dass die Frankfurter Kommunalpolitik Stadtentwicklung hauptsächlich Mechanismen des kapitalistischen Marktes überlässt. Trotz des stetigen Anstiegs des Bedarfs an sozial gefördertem und günstigem Wohnraum, steht bei neuen großen Bauprojekten im Innenstadtbereich, bei denen Wohnungen gebaut werden, die Schaffung von hochpreisigen Miet- und vor allem Eigentumswohnungen im Vordergrund. Wer sich eine Eigentumswohnung oder Kaltmieten ab 12,50 Euro pro qm nicht leisten kann, wird nach und nach aus der Stadt verdrängt.

Eine Beteiligung von Bürger*innen ist bei großen Neubauprojekten und Stadtenwicklungsfragen nicht erwünscht bzw. dient als Feigenblatt. Dies zeigt sich z.B. an der Planung des sog. „Kultur-Campus“, bei der Teile des Areals bereits vorab an den meistbietenden Investor verkauft wurden, trotz Planungswerkstätten mit den Bockenheimer Bürger*innen, die andere Ideen für das Gelände hatten. Der Erhalt des Philosphicums ist somit auch nicht das Ergebnis einer gestaltenden und sozial nachhaltigen Stadtentwicklungspolitik der Römer-Koalition, sondern Ergebnis des Engagements der Projektgruppe, die das denkmalgeschützte Gebäude für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum jenseits von Marktlogik und Profitinteresse erhalten und revitalisieren wollen.

Neben den Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt wird auch die Kulturpolitik der Stadt angegriffen. Für subkulturelle Nischenprojekte ist in Frankfurt immer weniger Platz. Viele Clubs haben in Frankfurt in den letzten Jahren bereits dicht machen müssen, Räume in denen ohne bürokratische und/oder finanzielle Hürden Veranstaltungen organisiert werden können sind sehr rar.

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Effizienz macht hässlich – IvI macht selbst das Europaviertel schön

FRANKFURT. Willkommen im Europaviertel – kaum eine Ecke Frankfurts ist so öde wie diese. Damit ist ab heute glücklicherweise Schluss: Eine Gruppe hat an diesem Ostersonntag ein leer stehendes Gebäude an der Hohenstaufenstraße besetzt, um zwischen Tower 185 und Skyline-Plaza, also inmitten des Unfugs, den die hiesigen „Stümper des Städtebaus“ (F.A.Z.) anrichten, einen Ort zu erschaffen, der so etwas wie die Antithese zur videoüberwachten, durchkontrollierten und monotonen Umgebung ist: Theorie – Praxis – Party nämlich.

Ein Jahr ist es her, dass das Institut für Vergleichende Irrelevanz (IvI) geräumt wurde. Ein Jahr, in dem die Frankfurter_innen auf ein unkommerzielles, hübsch verkopftes gleichsam aufregendes Kulturleben verzichten mussten, das in dem selbstverwalteten Projekt am Kettenhofweg jahrelang Programm war. Ein Jahr lang: sich nachmittags vor dem Fernseher oder im mainstreamigen Städel langweilen und nachts in irgendeinem Club zu sexistischer Popmusik und Bier für vier Euro gutgelaunt tun. Ein Jahr des kulturellen & politischen Totalausfalls: schließlich werden die Orte, an denen in der Stadt eine unkontrollierte Alltagspraxis möglich ist, in Frankfurt immer weniger. Die Besetzer_innen finden: Es reicht.

In dem Gebäude an der Hohenstaufenstraße soll ein Kontrapunkt zum neuen Europaviertel entstehen, das den so genannten „Einkommensstarken“ ein neues Zuhause hinter neobiederen Fassaden bietet – und alle anderen auf die Monotonie der Einkaufboulevards oder in die wenigen Stadtviertel verweist, in denen die Mieten noch nicht ab 12 Euro je Quadratmeter kosten.

„Das besetzte Haus wird vielen Frankfurter_innen für kurze Zeit zurückgeben, was sie unabhängig ihres Kontostands verdienen“, sagt eine Sprecherin der Gruppe. Geplant sei ein Ort für kritische Debatten und Vorträge, für Konzerte, die aus der Reihe fallen, für Parties ohne ätzende Türsteher_innen und das sonst so übliche Gegrapsche auf der Tanzfläche. Ein Ort ohne Hierarchien und starre Geschlechterordnungen. Ein Raum, um über Alternativen sowie Taktiken und Praktiken gegen gesellschaftliche Zumutungen nachzudenken. Kritisches Denken braucht und nimmt sich Zeit und Raum: Ein Space zum Tanzen und Träumen – wo sich niemand um seine Verwertbarkeit Gedanken machen muss. „Effizienz macht hässlich. Ivi macht selbst das Europaviertel schön.“

Die Gruppe zeigt sich zuversichtlich, dass der Eigentümer des Gebäudes, die Ca Immo, für produktive Verhandlungen zur Verfügung stehen werde: Das Gebäude soll ohnehin bald abgerissen werden, da wäre die Ermöglichung einer Zwischennutzung eine soziale Geste, die nichts kostet. Außerdem könnte die CA Immo den Bürger_innen etwas zurückgeben – schließlich speist sich der Immobilienbestand der Gesellschaft mitunter aus dem Bundeseisenbahnvermögen.

Gruppe besetzt leerstehendes Haus in der Hohenstaufenstraße und plant eine Zwischennutzung für Theorie – Praxis – Party.

Zugleich habe die Gruppe keine Lust mehr gehabt, dem Stadtparlament weiter dabei zuzusehen, wie es in Untätigkeit verharrt. Nach der Räumung des IvI hatte man den Besetzer_innen noch zugesichert, in Verhandlungen über ein Ersatzobjekt zu treten. Statt auf die Einlösung falscher Versprechen zu warten, wollen die Besetzer_innen nun mit dem Gebäude in der Hohenstaufenstraße Fakten schaffen.

Dass sie das Gebäude wegen des geplanten Abrisses nicht dauerhaft nutzen können, sei schade, doch die Besetzer_innen wollen sich deshalb nicht grämen. Ein Sprecher betont: „Eine Zwischennutzung durch das IvI ist deutlich besser als alles, was das Europaviertel sonst so zu bieten hat.“

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